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Ayurveda - oder die Kunst zu leben

Von Ute Helwich, Heilprakterin

Ayurveda ist das jahrtausendealte Gesundheitssystem der Vedischen Hochkultur. Seit vielen Jahren erfreut es sich auch bei uns immer größerer Beliebtheit. Wohltuende Ölmassagen, hilfreiche Tipps zur Gesundheitsvorsorge und köstliche Lebensmittel haben inzwischen einen hohen Stellenwert bei uns erhalten.

Ayurveda umfasst Bewegung (Yoga) und ein Leben im Einklang mit der Natur, in natürlichen Rhythmen sowie eine individuell abgestimmte Ernährung. ,,Lasst die Ernährung Eure Medizin sein und nicht die Medizin Eure Ernährung”, sagte Hippokrates und in den Ayurveda-Schriften von Caraka (indischer Gelehrter) heißt es: “Ohne die richtige Ernährung ist die Medizin wirkungslos, und mit der richtigen Ernährung ist die Medizin nicht nötig.”

Es gibt ein paar einfache Richtlinien, die für jeden Konstitutionstyp und jede Krankheit gelten:

Bei den Doshas handelt es sich um drei Prinzipien, die für die Steuerung sämtlicher Abläufe und Funktionen im Körper verantwortlich sind. Sie sind immateriell; man erkennt sie lediglich an den Eigenschaften und Funktionen, die sie im Körper hervorrufen. Das Vata-Dosha besteht aus Luft und Raum und kontrolliert das Nervensystem und die Darmbewegungen, Pitta ist Feuer und Wasser und verantwortlich für den Stoffwechsel, Kapha ist Erde und Wasser und sorgt für Konstitution und Widerstandsfähigkeit, gibt Struktur und Kraft.

Wenn die Doshas aus dem Gleichgewicht geraten sind, helfen erst einmal die ayurvedischen Kräuterpräparate, deren Zusammensetzung seit 5000 Jahren von Generation zu Generation weitervermittelt wurden. Die Rezepturen wurden über Jahrhunderte immer wieder überprüft und bestätigt. Es werden immer ganze Pflanzen als Einheit genommen, niemals einzelne Wirkprinzipien. Auf diese Weise gibt es kaum Nebenwirkungen aber die Wirkung setzt auch nicht so prompt ein, wie wir es aus der Schulmedizin gewohnt sind. Um an “ihren” Wirkort zu gelangen, werden Kräuter in einem geeigneten Lösungsmittel eingenommen, z.B. Ghee (Butterschmalz) bei Pittastörungen, Honig bei einer Kaphastörung oder Öl bei Vatastörungen.

Die Panchakarma-Behandlungen werden als das Herzstücke der ayurvedischen Behandlungen angesehen. Bevor man mit diesen Reinigungsbehandlungen beginnt, wird der Körper mit Ölmassagen vorbereitet und zum Schwitzen gebracht. Diese Massagen werden auch im Wellness-Bereich als Einzelmassagen gegeben und entfalten dort präventive Kraft. Im Kontext von Panchakarma lösen Massagen und Schwitzungen pathologische Prinzipien und Toxine aus den tieferen Geweben und konzentrieren sie im Verdauungstrakt. Dort werden sie durch die “fünffache Handlung” (Panchakarma) ausgeschieden. Die Behandlungen während einer Panchakarmakur erfolgen täglich, da die Toxine sich sonst nicht ausreichend in Richtung Verdauungstrakt bewegen, sondern auf halben Wege kehrt machen und an ihre alte Stelle zurückkehren. Nach der Reinigung wird der Körper mit speziellen Präparaten gestärkt und verjüngt.

Ayurveda kann uns nicht unsterblich machen, kann uns aber in einen Zustand bester Gesundheit bringen und Körper, Geist und Seele verbinden..

“Gutes und schlechtes Leben; glückliches und unglückliches Leben; das, was dem Leben zu- bzw. abträglich ist; das Maß des Lebens und seiner Komponenten; und das Leben selbst – wo all dies erklärt wird, das nennt man Ayurveda (Caraka Samhita 1.1.41)

Massagen lassen sich gut verschenken. Gutscheine habe ich in der Praxis und verschicke sie auch gerne. Weitere Infos telefonisch unter 040/664 303.

Erschienen 14. October 2005   Themenverwandt:
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